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TY FELIX

Ti Félix, Bretonisch für 'Das Haus von Felix', liegt ganz allein und sehr malerisch unter windschiefen Bäumen mitten in der wunderschönen Heidelandschaft  von Menez Kermaden an der Küste bei Goulien.

Im Oktober stand ich an diesem Ort, und etwas in mir begann zu schwingen – als ob alte Gefühle, längst verschüttete Erinnerungen, aus der Vergangenheit zu mir herüberwehten. Ich hatte das seltsame, tröstliche Empfinden, mit Félix dort zu sitzen, unter den windschiefen Bäumen, eine Tasse Tee in der Hand. Ein Déjà-vu vielleicht – oder etwas, das tiefer reicht als Worte.

Ich kenne diesen Platz, obwohl ich ihn nicht kennen kann. Ich fühle ihn. Er ist mir vertraut wie ein Ort, den man im Inneren trägt. Ob man es Erinnerung nennt, Echo oder ein Aufleuchten von etwas, das größer ist als wir – ich weiß es nicht. Doch dieses Gefühl kam nun zum zweiten Mal in meinem Leben, ein warmes Wiederfinden im Unbekannten.

Wir kommen aus dem Alles oder dem Nichts, und gehen dorthin zurück. Und manchmal, an besonderen Orten, scheint es, als ob sich beides berührt. Als Naturwissenschaftlerin staune ich darüber, und doch spüre ich tief, dass es wahr sein könnte. Es ist ein schönes Gefühl – Wärme, Ruhe, Ausgeglichenheit. Das Meer. Freiheit. Und ich fühle es noch immer.

 

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